TVH - Handball "MNNER - BZOL" vom Sonntag, 15. Dez. - 16:30 Uhr


 

HANDBALL            MÄNNER            BZOL

TV Weidhausen - TV Helmbrechts            22 : 21            (13 : 10)

TV Helmbrechts
Hoffmann, Cenk Uzun (Tor);
Schenk (2), Gmach (1), Dominik Aust (2/1), Rittweg (1), Richter (4), Stefan Roßner, Szwarc, Baumgärtel (3), Breuherr (1), Schrepfer (2), Schneider, Sammet (5).

Schiedsrichter: Baucke/Brungs (HSC 2000 Coburg)

Besondere Vorkommnisse: Schiedsrichter Brungs erlitt in der Halbzeitpause einen Kreislaufzusammenbruch, worauf SR Baucke die Begegnung in Halbzeit zwei alleine weiterpfiff

Zuschauer: 130

Zeitstrafen: Weidhausen 2; Helmbrechts 3.

Siebenmeter: 3/1; 2/1.

Spielfilm: 0:1, 6:1, 8:4, 10:7, 13:9, 14:11, 14:15, 17:16, 18:19, 21:20, 22:21.


Ohne Frisch, Müller, Köhler, und mit dem am Spieltag noch ausgefallenen Benni Aust. Da passt der Vergleich, dass eine Kapelle in Unterbesetzung auch nicht das beste Konzert abliefert. So ging es dem TVH beim heimstarken TV Weidhausen, der unbedingt gewinnen musste, um den Kontakt zur Spitze nicht komplett zu verlieren. Doch diesen direkten Kontakt zum souveränen und verlustpunktfreien Spitzenreiter HSG Rödental/Neustadt hat mit dieser knappen Auswärtsniederlage bei jetzt bereits 4 Minuspunkten anscheinend der TVH, genau wie die HSV Hochfranken auch schon verloren. Zu überzeugend zieht die Spielgemeinschaft aus dem Coburger Raum ihre Kreise in der Bezirksoberliga Oberfranken und scheint auf direktem Wege die Landesligarückkehr anzusteuern. Freiwillig werden die Verfolger sicherlich den Titelkampf nicht vorzeitig abhaken, doch weitere Ausrutscher sind ab sofort verboten.

Der TVH hatte im Vorfeld schon keine optimalen Karten, auch deshalb nicht, weil die Vorbereitung in der zurückliegenden Woche nur mit wenig Personal erfolgen konnte. Es wurde schnell deutlich, dass bekannter Spielfluss aus den zurückliegenden überzeugenden Vorstellungen in dieser Begegnung bereits von Beginn an irgendwie abhandengekommen schien.

Das blieb den Gastgebern nicht verborgen, die ihre Chance sahen, an diesem Tag einen schwächelten Gast in die Knie zu zwingen. Mit dem 6:0-Lauf, nach 0:1 Rückstand, setzten die Hausherren die erste Duftnote.  Damit musste der TVH erst einmal umzugehen lernen, denn eine solche Torserie des Gegners war den Mannen um Spielertrainer Dominik Aust bisher in dieser Saison fremd.

Aber nach und nach arbeiteten sich die Gäste ins Match, verkürzten den Rückstand peu á peu und lagen zur Pause nur noch mit 3 Toren Differenz hinten. Noch nichts verloren? Mit diesem Hoffnungsschimmer kamen die Gäste aus der Kabine zurück und siehe da. Je näher der TVH den Gastgebern auf den Pelz rückte, umso mehr beeindruckte Weidhausen der Helmbrechtser Auftritt.

Plöltzlich lag der Gast in der 42. Minute vorne und hielt diese knappe Führung bis zum 18:19 in der 52. Minute. Alles war jetzt möglich, doch das Spiel ganz auf die eigene Seite zu ziehen, das versäumten die Frankenwäldler. Mit einem Doppelschlag gingen die Gastgeber wieder mit einem Treffer in Front und schaukelten den knappen Erfolg über die Ziellinie. Nicht ganz unverdient, denn wer Helmbrechts nach einer Serie von 8 Siegen am Stück wieder einmal beide Punkte abnimmt, der muss doch einiges richtig gemacht haben.

Freilich, entgegengekommen ist der TVH seinem Kontrahenten. Denn vorne leistete sich der Gast Chancen-Wucher, obwohl viele freie Chancen, vor allem über Außen heraus gespielt wurden. Auch die Mitte wurde immer dichter und so verliefen viele Aktionen im Sand. Als Krönung des Ganzen ist Moritz Gmach auch noch mit einer Knieverletzung ausgeschieden. Eben ein schwarzer Sonntag.

Allerdings überzeugte Cenk Uzun mit starker Quote im gesamten Spiel und zwei gehaltenen Strafwürfen. Nach der Pause unterstützte ihn dabei auch eine etwas präsentere Abwehr. Das alles ist aber nur schwacher Trost. Auch die Tatsache, dass Baumgärtel mit 3 Treffern ein vielversprechendes Debüt in der BZOL Mannschaft gab und Schenk am Spieltag kurzfristig nachgerückt ist und selbst 2 Treffer beisteuerte.

Das Fazit ist eher eine Vorausschau auf dem weiteren Saisonverlauf in Richtung Tabellenspitze: Im neuen Jahr ist erst Hochfranken, dann der TVH  im Zugzwang und muss gegen Rödental unbedingt gewinnen. Sonst ist die Meisterfrage in der BZOL wohl sehr früh beantwortet und die Teams hinter der HSG Rödental/Neustadt könnten dann um die berühmte goldene Ananas frei aufspielen.

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