TVH - Handball "Mnner - BZOL" vom Samstag, 2. Nov. 2019 - 18:00 Uhr

HANDBALL            MÄNNER            BZO

HC 03 Bamberg - TV Helmbrechts            20 : 23        (10 : 10)

TV Helmbrechts
Hoffmann (Tor);
Benjamin Aust (2), Gmach (2), Dominik Aust (2), Rittweg (1), Richter, Stefan Roßner (1), Szwarc, Breuherr (1), Schrepfer (3/1), Schneider (6), Sammet (5), Frisch.

Schiedsrichter: Löhner/Fischer (Naila)

Zuschauer:   50

Zeitstrafen: je 6

Spielfilm: 1:2, 4:3, 6:4, 7:8, 9:8, 10:10 (HZ); 11:10 bis 18:17 immer Führung/Ausgleich, dann 18:19, 19:21, 20:23.


Wieder mit Tim Hoffmann zwischen den Pfosten, dafür aber ohne Simon Biller, der zeitgleich das Tor der A-Jugend hütete. Zudem fiel kurzfristig Cenk Uzun aus, so dass Hoffmann alleine für einen "sauberen Kasten" verantwortlich war. Gleich vorneweg. Er machte seine Sache erneut hervorragend und trug maßgeblich seinen Teil zum Auswärtssieg bei. Von den 20 Gegentoren kassierte er lediglich 15 aus dem Spiel heraus, der Rest waren sicher verwandelte Strafwürfe des Bambergers Matthias Hoh.

Mit der Empfehlung der knappen 29:31 Niederlage beim Meisterschaftsmitfavoriten HSV Hochfranken, ging der HC 03 Bamberg in diese Partie. Helmbrechts war gewarnt, weil gewusst, dass die Domstädter jederzeit in der Lage sind, im Angriff um die 30-Tore-Marke herum zu agieren. Somit war erstes Ziel der Gäste, die Hausherren möglichst weit vom eigenen Gehäuse wegzuhalten. Gelingt das, kann man sich auf den eigenen Spielaufbau konzentrieren und damit seinen Stempel auf die Partie drücken.

Mit 6:0 Punkten aus den letzten drei Begegnungen im Gepäck ging die Reise nach Bamberg und dort sollten möglichst die nächsten beiden Zähler hinzukommen. Auf TVH-Seite war vom Anpfiff an klar, dass dieses Vorhaben nur mit einer überzeugenden Abwehrleistung über 60 Minuten realisierbar ist.

Was an diesem Tag unvorhergesehenerweise hinzukam war die Tatsache, dass es im Angriff von Beginn an wie verhext lief. Selbst Torjäger Dominik Schneider klebte gleich mehrmals das Wurfpech beim Abschluss an den Fingern. Es lief viel schief, sodass mit einem Augenzwinkern der Anschein entstehen konnte, die Bamberger haben an diesem Tage drei besondere Helfer auf ihrer Seite.

Neben dem sehr guten HC-Keeper Sven Henkies standen Aluminium und der Wurfkreis als Mehrfachverhinderer den Gastgebern Pate. Es war für den TVH aufgrund des bisherigen Saisonverlaufes an diesem Tage völlig untypisch, was dem eigenen Angriff an Malheur unterlief. Neben 3 verworfenen Strafwürfen, konnten zudem zahlreiche Konter und eine Serie von freien Würfen nicht im gegnerischen Gehäuse untergebracht werden.

Darin lag der Hauptgrund, dass das Wechselspiel zwischen fast ständiger Bamberger Eintoreführung und immer wieder postwendenden Ausgleich lange Zeit nicht durchbrochen werden konnte. Wenn ein Spiel erst einmal zu seiner eigenen Dynamik findet, kann meist eine Mannschaft (in diesem Fall Bamberg) auch lange gut damit leben. Der Gegner fängt an, irgendwann an sich selbst zu glauben, weil viele Aktionen immer wieder identisch ablaufen. Dadurch erweckt es den Anschein, dass sich so ein Spielverlauf bis über die Ziellinie auch nicht mehr ändert.

Das befürchteten mit zunehmender Spieldauer die Mannen um Spielertrainer Dominik Aust.  Doch gab dieses Match auch Anlass zum Vergleich mit einem Kartenspiel, wo sich bekannterweise das Blatt mehrmals wendet. Genau das passierte in dieser Partie ab der 48. Minute. Da war es Tobias Sammet, der mit einem sicher verwandelten Strafwurf zum 18:19 erstmal den Gast wieder nach vorne brachte.

Jetzt war sie plötzlich da, die Gelegenheit, um den Spies doch noch zu drehen. Es waren Breuherr, Schrepfer und Sammet, die sich nicht zweimal bitten ließen und jetzt den Sack doch noch zuschnürten.

Fazit: Obwohl vor allem in Angriff vieles nicht nach Wunsch lief, hat sich das Zittern bis in die Schlussminuten doch noch gelohnt. Der Erfolg, mit 2 weiteren Punkten im Sack, sorgte dann auch gleich wieder für eine hervorragende Stimmung.

So bleibt diesmal unterm Strich die alte Weisheit. Lieber einmal schlechter gespielt und gewonnen, als genau anders herum. Den 8:2 Punkten auf der Habenseite kann es egal sein - sie stehen für den Moment in Stein gemeißelt.

 

 

gez.    Karl-Heinz   RUCKER    

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