SG Helmbrechts/Münchberg HANDBALL DAMEN/LL-Nord vom Samstag, 30. Okt. 2021 - 17:00 Uhr




HANDBALL            DAMEN        LANDESLIGA/ NORD

HG Zirndorf II - SG Helmbrechts/Münchberg            32:22            (18:12)

SG Helmbrechts/Münchberg
Harich, Brugger (Tor);
Hüller (2), Hempfling (7/2), Bär (2), Sophia Knoll (3), Höra (1), Jakob (5), Roßner (1), Popp, Leone Knoll (1), Schaber, Holdstein.

Schiedsrichter: Sachse/Weis (Maintal)

Zuschauer:   110

Zeitstrafen: HG Keine; SG 2.

Siebenmeter: HG 5/2; SG 2/2.

Spielfilm: 2:0, 3:3, 5:5, 7:8, 10:9, 13:11, 13:12, 22:12, 23:15, 26:17, 29:19, 32:22.

Es war schon mit die Tatsache, dass Denise Klier eine nur schwer zu schließende Lücke für das erste Auswärtsspiel dieser Saison hinterließ. Dennoch traten die Schützlinge des Trainergespanns Christopher Seel und Daniel Schenk zuversichtlich beim jetzt Ligavierten HG Zirndorf II an. Hatten aber sicherlich auch gerade der Spitzenposition wegen den einen oder anderen Gedanken als Begleiter im Gepäck, der dann auch schon mal Fragen aufweisen kann.

Fragen, die sich  während eines Spieles mal mehr und mal weniger stellen und meist erst am Ende die punktgenaue Beantwortung finden. Genau diese fand Trainer Seel bereits unmittelbar nach dem Abpfiff. "Es gibt Niederlagen, da ist man als Trainer maßlos enttäuscht, hadert hin und wieder auch schon mal mit den Schiedsrichtern, oder zweifelt an seiner eigenen Mannschaft. Nichts davon trifft auf diese Begegnung zu. Diesmal gilt die Anerkennung einzig dem Gegner, der einfach an dieser Tag besser war und auch in dieser Höhe absolut verdient gewonnen hat.

Meist ist es so, dass gegen den Tabellenführer die jeweiligen Kontrahenten immer ein paar Prozentpunkte mehr abrufen. Das war bei den Gastgebern nicht anders, zumal die Aussicht bestand das Team zu sein, dass dem Ligaprimus die erste Saisonniederlage beibringen kann. Das hatte die 2. Garnitur der HG Zirndorf natürlich auch in ihrer Vorausschau auf dem Plan und legte dementsprechend los.

Doch die schnelle 2:0-Führung schockte die Gäste keinesfalls. Die SG arbeitete sich ins Match. Beim 3:3 der erste Ausgleich und beim 6:7 die erste Führung. Eigentlich alles gut, zumal diese knappen Spielstände fast während der kompletten ersten Halbzeit Bestand hatten. Die Gäste waren auf Schritt und Tritt auf Augenhöhe und wär gerne Schnapszahlen liest, der lag nach 22:22 Minuten beim 11:11 genau richtig.

Wohl weder die Besucher noch Trainer und Spieler hatten erwartet, dass sich das Geschehen mit zum Seitenwechsel grundlegen verändert könnte. Viel eher war aufgrund des bisherigen Spielverlaufs ein Gleichschritt bis zum Pausentee absehbar.

Doch dann begannen die Minuten des Grauens aus Gästesicht. Freilich war bisher phasenweise schon erkennbar, dass Zirndorf oft die bessere und schnellere Lösung fand. Die Gäste hingegen mussten sich ihre Torerfolge regelrecht erarbeiten, was zudem Kraft kostete. Der knappe 12:13 Rückstand in der 25. Minute ließ zwar noch hoffen, aber diese Hoffnung endete in einem 5:0-Tore-Lauf der Gastgeber, der beim 18:12 Pausenstand leider noch nicht beendet war.

Jetzt war plötzlich auch der Anzeigentafel zu entnehmen, dass die Mittelfranken in den letzten Minuten fast immer die besseren Antworten parat hatten und diesen Spielverlauf auch für den Beginn der 2. Hälfte konservierten. Aus dem 5:0 wurde nämlich in der Summe ein 9:0-Lauf. Ergebnistechnisch jetzt klarste Verhältnisse, die so im Ansatz lange Zeit nicht voraussehbar waren.

Der SG-Angriff leistete sich einfach zu viele technische Fehler gepaart mit Fehlwürfen, die Zirndof eiskalt ausnutzte. Unter der Berücksichtigung der Tatsache, dass die Gastgeberinnen nicht einmal 10 Minuten für diese Spektakel benötigten, beschreibt vielleicht die Bezeichnung des kollektiven Einbruchs auf Gästeseite genau die Szenerie während dieses Spielabschnittes.

Danach versuchte die SG wieder ins Spiel zu finden. Aber für eine Aufholjagd ließ man zu viel liegen. Zirndorf bedankte sich und bestrafte weiterhin.

Wille und Kampfgeist aber waren der Spielgemeinschaft aus Helmbrechts und Münchberg nie abzusprechen. Der Gegner ließ an diesem Tage einfach nichts mehr zu und dann war sie perfekt - die erste Saisonniederlage für die SG-Damen. Ein Weckruf zur richtigen Zeit mit der Erkenntnis, dass niemand  in der Landesliga einen roten Teppich ausgerollt bekommt.

Was bleibt der SG für die Spielaufbereitung danach. Köpfe frei bekommen, sich kurz schütteln und dann an ein paar Stellschrauben zu drehen. Dann kann man sicherlich am kommenden Samstag ab 17:45 Uhr in der Helmbrechtser Göbelhalle im Derby gegen die HSG Fichtelgebirge wieder eine gute Leistung abrufen, was in Zirndorf lediglich Lisa Jakob gelungen ist.

Die Einstellung und Moral habe gepasst - den 10-minütigen Blackout ausgegrenzt.

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