Berichte der Fechtabteilung

23.03.2020 14:57

Sport in Zeiten vor Corona: TVHNachwuchsfechter starten bei vier Turnieren


Die Nachwuchsfechter des TV Helmbrechts hatten im Jahr 2020 bis Anfang März eine  hohe Turnierdichte zu absolvieren. Als erstes Turnier standen die Oberfränkischen Meisterschaften in Schönwald auf dem Programm.

Im Florettbewerb der U17 erzielten Titus Schulze-Zumhülsen, Toni Strobel und Leander Linhardt in der Vorrunde jeweils 6 Siege in 7 Gefechten, was einen Stichkampf um die  Medaillienplätze bedeutete.
Hier konnte sich Toni Strobel mit 5 : 1 gegen Leander Linhardt und  mit 5 : 4 gegen Titus Schulze Zumhülsen durchsetzen und sich mit zwei Siegen den Titel des oberfränkischen Florettmeisters U17 sichern.
Silber ging an Titus Schulze-Zumhülsen, der  Leander Linhardt mit 5 : 4 schlagen konnte. Kilian Eul belegte mit 4 Siegen den 4. Platz.

In der Altersklasse U13 durfte auch Hugo Züllich (U 11) starten, dem  es in jedem Gefecht gelang, Treffer zu erzielen. Beste Florettfechterin war Adamantia Papagiannopoulou, die alle 4 Gefechte siegreich bestreiten konnte. Bei den Jungs lag Konstantin Schmidt (3 Siege) vor Julius Ullrich (2 Siege) und Tim Gangl (1). 

Dass Im Bereich der Florettnachwuchsfechter der TV Helmbrechts aktuell  in Oberfranken an der Spitze liegt, zeigte sich noch einmal im Mannschaftswettbewerb. Die Mannschaft des TV Helmbrechts mit Strobel, Linhardt, Schulze-Zumhülsen und  Eul besiegte mit 45 : 17 Treffern die Mannschaft der TS Bamberg mit Hamann, Klatt J. und Lehnert sehr deutlich.

Anschließend fanden noch die oberfränkischen U 17-Meisterschaften im Degen statt, welche jedoch ohne eine Beteiligung  aus den „Degen-Hochburgen“ Bayreuth und Marktredwitz stattfanden.
Dies war sicher auch ein Grund, dass  mit 4 Siegen sich  Leander Linhardt (TVH) ungefähdet den Titel oberfränkischer Degenmeister 2017 in der Altersklasse U17  vor Kilian Eul (TVH) und Erik Spörl (TSV Hof) erkämpfen konnte.

Wie die Situation bei der AK U 17 auf Landesebene in Bayern ist, wollten die TVH Fechter Schulze Zumhülsen, Eul und Linhardt mit einem Start beim  "Fürther Kleeblatt" -Turnier testen. 
Nach einer jewils eher schwachen Vorrunde gingen  die drei TVH-Fechter in die  Direktausscheidung.  Hier unterlag Kilian Eul  mit 5 : 15 Treffern Jakob Neeb (TG Würzburg) und Leander Linhardt mit dem gleichen Ergebnis Simon Altenrieder (MTV München). 
Titus Schulze-Zumhülsen zeigte großen Kampfgeist, musste sich allerdings dann auch  knapp mit 13 : 15 Treffern  gegen Simon Wohlmacher (TG Würzburg) geschlagen geben. Für die bayerische Rangliste wurden den  TVH Fechter  jeweils 6 Punkte  für  eine Platzierung zwischen  den 9. und 16. Platz gutgeschrieben.

Auf den bayerischen Florettmeisterschaften der U 17 in Neu-Ulm starteten als Vertreter des TV Helmbrechts  Toni Strobel und Titus Schulze Zumhülsen.
Auch wenn durch Titus  Schulze-Zumhülsen  in der Vorrunde kein Sieg erzielt wurde, zeigen die  13 gesetzten Treffer in den 4 Gefechten eine gute  Kampfbereitschaft und  hohen Einsatz.  
Die Direktausscheidung gegen Nils Bosserhoff (TSV Neu-Ulm) ging mit 7 : 15  verloren.  Dies bedeutete den 14. Platz bei diesen bayerischen Meisterschaften. 

Einen besseren Start hatte Toni Strobel, dem es gelang, in der Vorrunde  2 Siege in 5 Gefechten zu erzielen.  Als Gegner in der Direktentscheidung stand mit  Jakob Neeb (TG Würzburg) eine hohe Hürde an. Die 8 : 15 Niederlage von Strobel ist auch unter dem Aspekt zu sehen, dass bei Doppeltreffern stets die Entscheidung  des Kampfrichters zu gunsten von Neeb fiel.  Mit  Platz 10 bei einer bayerischen Meisterschaft konnte Strobel überzeugen, insbesondere wenn man seine längere Turnierabstinenz bei Ranglistenturnieren  berücksichtigt.

Das bei den jungen U11/U13 TVH Nachwuchsfechtern auch die Bereitschaft besteht,  gegen leistungsstarke Fechter aus Landesstützpunkten aus Mitteldeutschland anzutreten, zeigte sich bei ihren Start in Altenburg beim Wenzel-Pokal Turnier.

Für Hugo Züllich war es der erste Start in seiner Altersklasse U11 mit dem kürzeren Schülerflorett.  Er konnte bei seinen Gegnern 5 Treffer erzielen und belegte damit den 31. Platz.

In der Altersklasse männlich U 13 starteten für den TVH die Nachwuchsfechter Konstantin Schmidt, Tim Gangl und Julius Ullrich.
Konstantin Schmidt zeigte einen  überwiegend passiven Fechtstil, konnte aber dennoch  einen Sieg erzielen. In der Direktentscheidung unterlag er Robin Bergmann (SV Einheit Altenburg) deutlich mit   0 : 8.  
Tim Gangl kämpfte mutig und ohne allzu großen Respekt vor großen Namen  und erzielte  dabei 2 Siege und 23 Treffer. In der Direktentscheidung traf er auf Robin Bruschek (SV Angern) und unterlag mit 6 : 10 Treffern.
In den beiden Vorrunden erzielte Julius Ullrich 2 Siege und setzte insgesamt  20 Treffer.  Sehr dramatisch verlief das Gefecht in der Direktausscheidung gegen Lorenz Isserstedt (FSC Jena).  6 Sekunden vor  Kampfende konnte Julius mit seinen Treffer ein Unentschieden zum 9 : 9 erzielen. Allerdings wurde dieser Treffer durch den Obmann nicht gewertet, mit der Begründung, dass Julius den Angriff bereits vor dem „Los“ des Obmanns gestartet hätte.  Es erfolgte eine Neuaufstellung an der Startlinie und der erneute Angriff von Julius wurde mit Parade und  Riposte beantwortet, was eine 8 : 10 Niederlage bedeutete und damit  für Julius den 35. Platz in seiner Altersklasse.

In der Altersklasse U 13 weiblich ging Adamantia Papagiannopoulou für den TVH an den Start. Mit dem Grundsatz „Angriff ist die beste Verteidigung“ bereitete  Sie Ihre Gegnerinnen die eine oder andere Überraschung. In den beiden Vorrunden konnte Sie 2 Siege und insgesamt 21 Treffer erzielen. In der Direktausscheidung traf Sie auf Aila Neubauer (FSC Jena).  Leider gingen  hier  einige  ihrer Angriffe  ins „Leere“ bzw. aufgrund des nahen Mensurabstands konnte Adamantia nicht mehr einen geordneten „Rückzug“ antreten und musste das Gefecht mit 5 : 10 verloren geben.  Mit den 22. Platz in einem Teilnehmerfeld von 32 Fechterinnen  konnte Adamantia das beste Turnierergebnis für den TVH erzielen.

Herbert Groh zeigte sich zufrieden mit allen Leistungen. " In den Gefechten konnte man die Stärken und Schwächen unserer TVH-Nachwuchsfechter sehr gut erkennen und nun gilt es, durch intensive Trainingsarbeit eine gute Vorbereitung für die nächsten Wettkämpfe zu legen“, so der Trainer in der Rückschau. 

HG



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