TVH - HANDBALL "VORSCHAU" für Samstag, 8. Febr. 2020

 

Ein Auswärtsspiel, das im Vorfeld sicherlich keine Jubelschreie auslöst, steht für die Helmbrechtser Handballer am heutigen Samstag um 16:00 Uhr auf dem Programm. Dann geht die Reise nach Westoberfranken, wo die SG Rodach/Großwalbur als Gastgeber in der aufgrund ihrer geringen Ausmaße ungeliebten Rodacher Bayernhalle auf die Schützlinge von Spielertrainer Dominik Aust wartet.

Die Hausherren liegen aktuell 4 Zähler vor den Abstiegsrängen und befinden sich deshalb noch lange nicht in sicheren Regionen. Deshalb eigentlich auf die Heimpunkte angewiesen, die aber in dieser Saison noch nicht so reichlich auf das eigene Konto gewandert sind. Von den bisherigen 6 Partien in eigener Halle wurden je 3 verloren und gewonnen. Das ist weit von dem entfernt, was aus früheren Jahren über die Rodacher Heimstärke bekannt war. Es gab Zeiten, da war die Spielgemeinschaft aus dem Coburger Hinterland daheim eine Macht und deshalb auch meist in vordersten Tabellenregionen zu finden.

Diese Zeiten gehören längst der Vergangenheit an. Was blieb ist ein Team, dass in den letzten Jahren meist im Mittelfeld zu finden war, Ausschläge nach oben ausgenommen. Trotzdem nehmen die heutigen Gastgeber einen großen Vorteil über die Jahre hinweg weiter für sich in Anspruch. Die Tatsache, dass sie mit der eigenen kleinen Halle stets besser zurechtkommen, als die jeweiligen Gegner. Das wird bestimmt auch heute wieder der TVH zur Kenntnis nehmen müssen.

Was für den  Gast spricht, ist der hervorragenden aktuelle dritte Tabellenplatz, punktgleich mit der HSV Hochfranken und die Erinnerung an das Vorrundenergebnis, dass mit 30:22 klar an die Mannen um die Brüder Aust ging. Doch damals konnte der TVH noch in Besetzbesetzung ans Punktesammeln gehen. Das hat sich in den letzten Wochen geändert und trotzdem: Egal, in welcher Besetzung die Rothosen auflaufen, die Mannschaft war und ist immer dazu in der Lage, auch schwierige Gegner zu spielen und hatte dabei am Ende meist sogar die Punkte auf dem eigenen Habenkonto verbucht.

Mit dieser Zielsetzung fährt man auch heute nach Rodach, obwohl es schon allein aufgrund der kleinen Halle dort richtig schwer wird. Teamgeist ist vorhanden, die Tagesform muss sich möglichst am oberen Limit bewegen, dann kann aus TVH-Sicht zumindest ein Punktgewinn im Vorfeld als reales Ziel angesehen werden.

Dass Helmbrechts, wenn´s einmal knapp wird und der Gegner alles abverlangt, auch kämpfen kann, hat die Mannschaft in jüngster Vergangenheit oft bewiesen. Also gilt die Devise: Bange machen gilt nicht und alles in die Waagschale werfen, was zu einem achtbaren Auswärtsauftritt mit hoffentlich nicht leeren Händen gebraucht wird.

Die Spannung steigt und steigt, in der Bezirksoberliga Oberfranken der Damen. Nicht deshalb, weil Woche für Woche durch kuriose Ergebnisse die Tabellenspitze durcheinandergeschüttelt wird. Nein, allein schon deshalb, weil sich die beiden führenden Teams vom TV Helmbrechts und TV Hallstadt keine Blöße geben.

Einträchtig nebeneinander marschieren sie von Sieg zu Sieg, mit dem Unterschied, dass die Bamberger Vorstädter aufgrund der Vorrundenniederlage in Helmbrechts zwei Minuszähler aufweisen, der TVH dagegen noch mit blütenweißer Weste dasteht.

Was bietet sich für Hallstadt an diesem Wochenende also an? Natürlich selber die Auswärtspartie bei HaSpo Bayreuth II mit einem Sieg zu beenden und gleichzeitig den Nachbarn HC 03 Bamberg ganz kräftig die Daumen zu drücken. Denn die Domstädter könnten das Zünglein an der Waage sein, wenn sie am morgigen Sonntag zur späten Anwurfzeit um 17:00 Uhr den Spitzenreiter TV Helmbrechts empfangen und ihm gleichzeitig ein Bein stellen.

Soweit aus der Luft gegriffen, ist dieses Szenario aus Helmbrechtser Sicht bestimmt nicht, zumal Bamberg bei der 4-Tore-Vorspielniederlage einen durchaus achtbaren Gegner abgegeben hat. Da steht für die Schützlinge von Christopher Seel und Daniel Schenk nicht nur ein Sonntagsspiel zur Unzeit an, es wird wahrscheinlich eine der schwersten Aufgaben dieser Saison in fremder Halle. Trotz bekannter Personalsituation sollte ein möglichst starker Kader die Fahrt nach Bamberg antreten, um letztendlich auch diese Hürde auf den Weg zum angestrebten Titelgewinn zu meistern.

Genau diesen angestrebten Titelgewinn hat sich die 2. TVH-Garnitur am Doppelspieltag des zurückliegenden Wochenende selber schon fast komplett vermasselt, weil sie beim bis dato noch sieglosen Tabellenvorletzten SG Marktleuthen/Niederlamitz strauchelte. Morgen muss die TVH-Reserve um 15:30 Uhr zum noch punktlosen Ligaschlusslicht SSV Kasendorf und  darf sich keinen weiteren Ausrutscher erlauben, um nicht tatsächlich vorzeitig aus dem Meisterschaftsrennen auszuscheiden.

Zurück zur Übersicht